Haumesser mit Silberbeschlag in Lederscheide, Dienstwaffe für Postillone und Kondukteure (Postkutschen- und Packwagen-Begleiter) in Bayern
Hirschfänger
Datierung
1850 - 1890
Hersteller
unbekannt
Geografischer Bezug
Bayern
Material
Metall, Leder, Geweih
Farbe
silberfarben, schwarz, braunbeige
Objektmaß (b x h x t)
125 x 625 x 35 mm
Gewicht
1,48 kg
Systematik
Dienstkleidung/Waffen
eingraviert
"N: 1" (obere Metalleinfassung der Scheide)
Aufkleber
"Oberpostdirektion Nürnberg, Postmuseum, Haumesser für Postillione" (an den Rändern mit Fehlstellen) (unter dem Messergriff)
Objektart
Original
Inventar-Nr.
3.2019.2205
Schlagworte
Bayern, Königlich bayerische Post, Waffe, Postillon, Verkehrsmuseum Nürnberg
Eine Verordnung "die Montur-Anschaffung für die Postwagen-Kondukteurs betreffend" vom Juni 1808 sah auch "einen Säbel mit Griff von Messing ohne Port d'epe, welcher an einer schwarzen Kuppel über der Schulter getragen wird. Der Schild so wie der Säbel werden dem Kondukteur, da ihm bei einem Angriff die Vertheidigung des Postwagens obliegt, von der königlichen Post-Regie geliefert, die übrigen Montur-Stücke hat sich derselbe selbst zu beschaffen."
Fast dreißig Jahre später wird ein ähnliches Haumesser (Hirschfänger) 1836 auf einem Aquarell für die neuen Bayerischen Kondukteursuniformen abgebildet, er wird an der linken Seite an einem Koppel getragen und weist am Griff einen Löwenkopf auf. Im Mai 1890 wurde diese Waffe mit der folgenden Formulierung abgeschafft: "Das für die Conducteure der Postanstalt zur Zeit noch als Uniformbestandteil vorgeschriebene weißbeschlagene an einer schwarzlackirten am Schlusse mit dem Königlichen Wappen ausgestatteten Koppel zu tragende Haumesser kommt in Wegfall."
(Archiv für Postgeschichte in Bayern, 1988/1, S. 338, 341, 342, 349)
Bislang liegen keine detaillierten Informationen über den Herstellungszeitraum dieses speziellen Haumessers vor, die Datierung 1850-1890 ist lediglich grob geschätzt.
Fast dreißig Jahre später wird ein ähnliches Haumesser (Hirschfänger) 1836 auf einem Aquarell für die neuen Bayerischen Kondukteursuniformen abgebildet, er wird an der linken Seite an einem Koppel getragen und weist am Griff einen Löwenkopf auf. Im Mai 1890 wurde diese Waffe mit der folgenden Formulierung abgeschafft: "Das für die Conducteure der Postanstalt zur Zeit noch als Uniformbestandteil vorgeschriebene weißbeschlagene an einer schwarzlackirten am Schlusse mit dem Königlichen Wappen ausgestatteten Koppel zu tragende Haumesser kommt in Wegfall."
(Archiv für Postgeschichte in Bayern, 1988/1, S. 338, 341, 342, 349)
Bislang liegen keine detaillierten Informationen über den Herstellungszeitraum dieses speziellen Haumessers vor, die Datierung 1850-1890 ist lediglich grob geschätzt.
Zitiervorschlag
Haumesser mit Silberbeschlag in Lederscheide, Dienstwaffe für Postillone und Kondukteure (Postkutschen- und Packwagen-Begleiter) in Bayern, 1850 - 1890; Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Inventarnummer: 3.2019.2205,
URL: https://onlinesammlung.museumsstiftung.de/detail/collection/d1ae121a-dfc4-4dd3-b7a5-4dd1fea022c7 (zuletzt aktualisiert: 3.5.2026)