Haumesser mit Silberbeschlag in Lederscheide, Dienstwaffe für Wagenbegleiter (Kondukteur) in Bayern
Datierung
um 1860
Hersteller
unbekannt
Geografischer Bezug
Bayern
Material
Metall, Leder
Farbe
silberfarben, schwarz
Objektmaß (b x h x t)
105 x 620 x 30 mm
Gewicht
1,31 kg
Systematik
Dienstkleidung/Waffen
eingraviert
"N: 44" (obere Metalleinfassung der Scheide)
Objektart
Original
Inventar-Nr.
3.2019.2204
Schlagworte
Bayern, Königlich bayerische Post, Waffe, Postkutsche
Eine Verordnung "die Montur-Anschaffung für die Postwagen-Kondukteurs betreffend" vom Juni 1808 sah auch "einen Säbel mit Griff von Messing ohne Port d'epe, welcher an einer schwarzen Kuppel über der Schulter getragen wird. Der Schild so wie der Säbel werden dem Kondukteur, da ihm bei einem Angriff die Vertheidigung des Postwagens obliegt, von der königlichen Post-Regie geliefert, die übrigen Montur-Stücke hat sich derselbe selbst zu beschaffen."
Fast dreißig Jahre später wird ein ähnliches Haumesser (Hirschfänger) 1836 auf einem Aquarell für die neuen Bayerischen Kondukteursuniformen abgebildet, er wird an der linken Seite an einem Koppel getragen und weist am Griff einen Löwenkopf auf. Im Mai 1890 wurde diese Waffe mit der folgenden Formulierung abgeschafft: "Das für die Conducteure der Postanstalt zur Zeit noch als Uniformbestandteil vorgeschriebene weißbeschlagene an einer schwarzlackirten am Schlusse mit dem Königlichen Wappen ausgestatteten Koppel zu tragende Haumesser kommt in Wegfall."
(Archiv für Postgeschichte in Bayern, 1988/1, S. 338, 341, 342, 349)
Bislang liegen keine detaillierten Informationen über den Herstellungszeitraum dieses speziellen Haumessers vor, die Datierung um 1860 ist lediglich geschätzt und orientiert sich an der Datierung des identischen Objekts des Reichspostmuseums.
Fast dreißig Jahre später wird ein ähnliches Haumesser (Hirschfänger) 1836 auf einem Aquarell für die neuen Bayerischen Kondukteursuniformen abgebildet, er wird an der linken Seite an einem Koppel getragen und weist am Griff einen Löwenkopf auf. Im Mai 1890 wurde diese Waffe mit der folgenden Formulierung abgeschafft: "Das für die Conducteure der Postanstalt zur Zeit noch als Uniformbestandteil vorgeschriebene weißbeschlagene an einer schwarzlackirten am Schlusse mit dem Königlichen Wappen ausgestatteten Koppel zu tragende Haumesser kommt in Wegfall."
(Archiv für Postgeschichte in Bayern, 1988/1, S. 338, 341, 342, 349)
Bislang liegen keine detaillierten Informationen über den Herstellungszeitraum dieses speziellen Haumessers vor, die Datierung um 1860 ist lediglich geschätzt und orientiert sich an der Datierung des identischen Objekts des Reichspostmuseums.
Zitiervorschlag
Haumesser mit Silberbeschlag in Lederscheide, Dienstwaffe für Wagenbegleiter (Kondukteur) in Bayern, um 1860; Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Inventarnummer: 3.2019.2204,
URL: https://onlinesammlung.museumsstiftung.de/detail/collection/bfe54101-5eef-4f17-8835-9bb8f9ed555d (zuletzt aktualisiert: 3.5.2026)