Waffe, Haumesser mit Silberbeschlag in Lederscheide, für Wagenbegleiter (Kondukteur) in Bayern
Datierung
1860
Hersteller
unbekannt
Geografischer Bezug
Bayern
Material
Metall, Leder
Farbe
silberfarben, schwarz
Objektmaß Zylinder (d x h mm)
620 x 0 mm
Gewicht
1,4 kg
Systematik
Dienstkleidung/Waffen
eingraviert
"N: 26" (obere Metalleinfassung der Scheide)
Aufschrift
kein RPM-Inventarschild am Objekt
Objektart
Original
Inventar-Nr.
4.0.2905
Schlagworte
Bayern, Königlich bayerische Post, Waffe, Postkutsche, Sicherheit, Reichspostmuseum
Eine Verordnung "die Montur-Anschaffung für die Postwagen-Kondukteurs betreffend" vom Juni 1808 sah auch "einen Säbel mit Griff von Messing ohne Port d'epe, welcher an einer schwarzen Kuppel über der Schulter getragen wird. Der Schild so wie der Säbel werden dem Kondukteur, da ihm bei einem Angriff die Vertheidigung des Postwagens obliegt, von der königlichen Post-Regie geliefert, die übrigen Montur-Stücke hat sich derselbe selbst zu beschaffen." Eine Abbildung aus dieser Zeit liegt uns nicht vor.
Fast dreißig Jahre später wurde ein ähnliches Haumesser (Hirschfänger) 1836 auf einem Aquarell für die neuen Bayerischen Kondukteursuniformen abgebildet, er wird an der linken Seite an einem Koppel getragen und weist am Griff einen Löwenkopf auf. Im Mai 1890 wurde diese Waffenart mit der folgenden Formulierung abgeschafft: "Das für die Conducteure der Postanstalt zur Zeit noch als Uniformbestandteil vorgeschriebene weißbeschlagene an einer schwarzlackirten am Schlusse mit dem Königlichen Wappen ausgestatteten Koppel zu tragende Haumesser kommt in Wegfall."
(Archiv für Postgeschichte in Bayern, 1988/1, S. 338, 341, 342, 349)
Das Reichspostmuseum Berlin übernahm 1936 von der Reichspostdirektion Nürnberg ein "Haumesser der Wagenbeleiter Bayern 1860". Es ist anzunehmen, dass es sich um dieses Objekt handelt, auch wenn es keine historische Inventarnummer mehr aufweist.
Fast dreißig Jahre später wurde ein ähnliches Haumesser (Hirschfänger) 1836 auf einem Aquarell für die neuen Bayerischen Kondukteursuniformen abgebildet, er wird an der linken Seite an einem Koppel getragen und weist am Griff einen Löwenkopf auf. Im Mai 1890 wurde diese Waffenart mit der folgenden Formulierung abgeschafft: "Das für die Conducteure der Postanstalt zur Zeit noch als Uniformbestandteil vorgeschriebene weißbeschlagene an einer schwarzlackirten am Schlusse mit dem Königlichen Wappen ausgestatteten Koppel zu tragende Haumesser kommt in Wegfall."
(Archiv für Postgeschichte in Bayern, 1988/1, S. 338, 341, 342, 349)
Das Reichspostmuseum Berlin übernahm 1936 von der Reichspostdirektion Nürnberg ein "Haumesser der Wagenbeleiter Bayern 1860". Es ist anzunehmen, dass es sich um dieses Objekt handelt, auch wenn es keine historische Inventarnummer mehr aufweist.
Zitiervorschlag
Waffe, Haumesser mit Silberbeschlag in Lederscheide, für Wagenbegleiter (Kondukteur) in Bayern, 1860; Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Inventarnummer: 4.0.2905,
URL: https://onlinesammlung.museumsstiftung.de/detail/collection/86d98f04-ce57-4195-9957-b5d214eec2f1 (zuletzt aktualisiert: 3.5.2026)