Briefkasten, Großbriefkasten "Modell Hansa" vom Postamt Hamburg-Rahlstedt, ähnlich wie Modell EB 3
Herstellungszeitraum
vor 1934
Verwendung
bis 1971
Hersteller
unbekannt
Verwender
Deutsche Reichspost (1918 - 1945)
Verwender
Deutsche Bundespost (1949 - 1994)
Verwendungsort
Rahlstedt, Hamburg, Deutschland (BRD)
Farbe
gelb
Material
Stahlblech
Objektmaß (b x h x t)
560 x 920 x 360 mm
Gewicht
ca. 40 kg
Systematik
Brief- und Kleingutverkehr/Briefkästen und Briefeinwurfklappen (Hausbriefkästen und andere Zustelleinrichtungen siehe dort)
gegossen/erhaben
"DEUTSCHE BUNDESPOST" (Vorderseite)
Objektart
Original
Inventar-Nr.
3.2010.2806
Schlagworte
Deutsche Bundespost, Briefkasten, Hamburg, Postmuseum Hamburg, Deutsche Reichspost, Rahlstedt, Bezirkswerkstatt für Postkraftwagen, Wartung
Laut Übersicht des Reichspostzentralamtes vom August 1934 zum Thema "Roter Anstrich der Briefkasten und Wertzeichengeber" (RPZ 41 406/3) handelt es sich bei dem Briefkasten um einen "Hansa-Briefkasten". Eine EB (= Einheitsbriefkasten) -Nr. wurde dem Modell nicht zugeordnet. Der ähnliche "Großbriefkasten EB 3" hat im Gegensatz zu diesem Modell ein eckiges, leicht spitz zulaufenden Dach und Einwurfklappen an beiden Seiten.
Der ursprünglich wohl vor 1934 hergestellte Briefkasten muss früher eine Beschriftung der Reichspost getragen haben und nach 1934 rot umlackiert worden sein. Dieser Zustand ist an dem Modell auch in Spuren nicht mehr ablesbar. Nach 1945 erhielt der Kasten neben einer neuen Farbgebung einen neuen Schriftzug und eine neue Leerungsanzeige. Die Deutsche Bundespost gab im April 1950 eine Anweisung zur gelben Farblackierung der noch gebräuchlichen Briefkastenmodelle heraus. Darunter befand sich auch dieses Modell eines Hansa-Briefkastens, dass 1950 in der Anweisung mit "Nr. 18" gekennzeichnet war. Neben dem gelben Anstrich war über dem Leerungsanzeiger auch ein schwarzer Schriftzug "Deutsche Post" vorgeschrieben. 1962 wurde bei der Deutschen Bundespost die Briefkastenkennzeichnung mit einem Schriftkörper über dem Leerungsanzeiger aufgehoben und stattdessen mit Posthornsymbolen an den Seitenflächen gearbeitet.
Das Objekt wurde 1971 von den Bezirkswerkstätten für Kraftwagen (BWKw) in Hamburg-Stellingen an das Postmuseum Hamburg abgegeben, die auch für die Ausmusterung der Briefkästen der Bundespost zuständig war. Überlicherweise wurden die dem Postmuseum zur Verfügung gestellten Objekte zuvor vom BWKw überholt und in einen fast neuwertigem Zustand versetzt. Auch dieser "Hansa-Briefkasten" scheint diese Behandlung durchlaufen zu haben. Es findet sich lediglich eine gelbe Lackschicht auf dem Stahlblech, was auf eine gründliche Entfernung der Altfarben (u.a. auch des roten Farbanstrichs aus der NS-Zeit) hindeutet.
Für die Oberpostdirektion Hamburg war die Bezirkswerkstatt für Postkraftwagen Hamburg als selbständiges Amt nicht nur für die Instandsetzung von Postkraftfahrzeugen zuständig. "Neben diesen Aufgaben werden von der Bezirksstelle für Maschinen die Instandhaltung und Instandsetzung von Dienstfahrrädern, Briefkästen, Wertzeichengebern und Handstempeln wahrgenommen." (100 Jahre Oberpostdirektion Hamburg 1873-1973, Ämterdokumentation, S. 105)
Der ursprünglich wohl vor 1934 hergestellte Briefkasten muss früher eine Beschriftung der Reichspost getragen haben und nach 1934 rot umlackiert worden sein. Dieser Zustand ist an dem Modell auch in Spuren nicht mehr ablesbar. Nach 1945 erhielt der Kasten neben einer neuen Farbgebung einen neuen Schriftzug und eine neue Leerungsanzeige. Die Deutsche Bundespost gab im April 1950 eine Anweisung zur gelben Farblackierung der noch gebräuchlichen Briefkastenmodelle heraus. Darunter befand sich auch dieses Modell eines Hansa-Briefkastens, dass 1950 in der Anweisung mit "Nr. 18" gekennzeichnet war. Neben dem gelben Anstrich war über dem Leerungsanzeiger auch ein schwarzer Schriftzug "Deutsche Post" vorgeschrieben. 1962 wurde bei der Deutschen Bundespost die Briefkastenkennzeichnung mit einem Schriftkörper über dem Leerungsanzeiger aufgehoben und stattdessen mit Posthornsymbolen an den Seitenflächen gearbeitet.
Das Objekt wurde 1971 von den Bezirkswerkstätten für Kraftwagen (BWKw) in Hamburg-Stellingen an das Postmuseum Hamburg abgegeben, die auch für die Ausmusterung der Briefkästen der Bundespost zuständig war. Überlicherweise wurden die dem Postmuseum zur Verfügung gestellten Objekte zuvor vom BWKw überholt und in einen fast neuwertigem Zustand versetzt. Auch dieser "Hansa-Briefkasten" scheint diese Behandlung durchlaufen zu haben. Es findet sich lediglich eine gelbe Lackschicht auf dem Stahlblech, was auf eine gründliche Entfernung der Altfarben (u.a. auch des roten Farbanstrichs aus der NS-Zeit) hindeutet.
Für die Oberpostdirektion Hamburg war die Bezirkswerkstatt für Postkraftwagen Hamburg als selbständiges Amt nicht nur für die Instandsetzung von Postkraftfahrzeugen zuständig. "Neben diesen Aufgaben werden von der Bezirksstelle für Maschinen die Instandhaltung und Instandsetzung von Dienstfahrrädern, Briefkästen, Wertzeichengebern und Handstempeln wahrgenommen." (100 Jahre Oberpostdirektion Hamburg 1873-1973, Ämterdokumentation, S. 105)
Zitiervorschlag
Briefkasten, Großbriefkasten "Modell Hansa" vom Postamt Hamburg-Rahlstedt, ähnlich wie Modell EB 3, vor 1934; Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Inventarnummer: 3.2010.2806,
URL: https://onlinesammlung.museumsstiftung.de/detail/collection/fa0a6a6f-ad17-46a5-bb0b-e7487ad64671 (zuletzt aktualisiert: 16.8.2026)