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Serie von Kleinskulpturen "Warten auf Anschluss" bestehend aus neun Figurengruppen
Künstler
Volker März (*1957)
Herstellungsort
Berlin, Deutschland
Material
Farbe/Tempera; Keramik/Ton; Keramik/Porzellangips
Systematik
Kunst/Plastik/Skulptur
Die Werke von Volker März bestehen aus handtellergroßen, farbig bemalten Tonfiguren, die als allegorische Darstellungen und als ironische Sinnbilder phantastisch-imaginativer, kritisch-destruktiver, erotisch-sexueller wie auch politischunkorrekter Gedanken gesehen werden können.
Seine Figuren vermitteln eine heute eher selten anzutreffende humorvolle, abgründig-skurrile Lust im künstlerischen Denken und Gestalten. Stets schimmert ein melancholisches Moment hindurch. Diesem Gegensatz von Humor und Melancholie entspricht die Gleichzeitigkeit von glücklich-rettenden und gefährlich-destruktiven Elementen. Die Arbeiten mögen zuweilen resignativ durchwirkt scheinen, doch stets sind sie zum Bersten gespannt und voll kreativer Unruhe und leidenschaftlicher Ungeduld.
Volker März inszeniert an unterschiedlichen öffentlichen Orten Figurengruppen, so auch im Museum für Kommunikation (2001). Gruppen bestehen aus handgeformten, bemalten Tonfiguren und provozieren mit einem kalkulierten, motivischen Ansatz den Betrachter. Durch zugespitzte Posen, freche Gesten und mit heftigen und satirischen Attributen ziehen sie die Aufmerksamkeit Betrachters schnell auf sich um dann durch ihre Unverfrorenheit zu amüsieren oder zu schockieren. Es scheinen serielle Typen zu sein, jede einzelne Figur ist jedoch als selbständiger Handling modelliert, keine Figur gleicht der anderen. Die Figuren treten zueinander in Bezug, können aber auch allein stehen.
Zitiervorschlag
Serie von Kleinskulpturen "Warten auf Anschluss" bestehend aus neun Figurengruppen, 1999 - 2001; Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Inventarnummer: 4.2008.83.0,
URL: https://onlinesammlung.museumsstiftung.de/detail/collection/8ba6935e-ad20-4737-864f-cda43c16d408 (zuletzt aktualisiert: 25.1.2026)
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