
zwei Messschleifen für einen Oszillografen nach Siemens-Blondel
Datierung
um 1910
Hersteller
Siemens & Halske AG (1897 - 1966)
Deutsche Reichspost, Reichspostzentralamt (RPZ) (1928 - 1945)
Herstellungsort
Berlin
Material
Metalle, in Samt geschlagen
Farbe
silberfarbig; messingfarbig
Gewicht
660 g
Objektmaß (b x h x t)
192 x 48 x 151 mm
Systematik
Messgeräte/Messgeräte für elektrische Größen/Messgerät für Strom und Spannung
FTZ-/ RPZ-/ PTZ-Nummer
N15a11/17 // Nur für Oszill. 2 (seitlich)
FTZ-/ RPZ-/ PTZ-Nummer
N15a12/17 // Nur für Oszill. 2 (seitlich)
Aufkleber
XIV (oben)
Seriennummer
2858 (auf Rand)
Seriennummer
4146 (auf Rand)
Objektart
Original
Inventar-Nr.
4.2019.433
Lichtstrahl-Oszillographen werden für die Aufzeichnung oder die direkte Betrachtung schneller elektrischer Signale verwendet. Sie ermöglichen es, sehr dynamische Vorgänge und hohe Frequenzen zu betrachten bzw. aufzuzeichnen. Sie arbeiten ähnlich wie Linienschreiber, doch im Prinzip handelt es sich um ein Galvanometer, dessen Lichtzeiger durch rotierende Prismenspiegel zeitlich abgelenkt und auf einen Projektionsschirm oder Fotopapier gelenkt wurde.
Der 1893 von Blondel erfundene Schleifenoszillograf besteht aus einer hellen Bogenlampe als Lichtquelle für den Schwingspiegel der Messschleife, der Messschleife mit ihrem Schwingspiegel, einem Drehspiegel mit synchronisiertem Elektromotor zum zeitlichen Auseinanderziehen der Lichtstrahlen, einem mattierten Beobachtungsschirm zur Betrachtung der Lichtstrahlen und einer Fotoeinrichtung mit Trommel für zeitlich versetzte Mehrfachaufnahmen.
Die Messschleife selbst besteht aus einer Schleife von sehr dünnem Metalldraht, die durch den Spalt eines Dauermagneten geführt wird. Dabei wird der Metalldraht über eine Elfenbeinrolle geführt und über zwei Stege wie zwei Saiten durch eine Feder gespannt. Auf den Draht ist der Spiegel gekittet, der sich entsprechend den Bewegungen (Auslenkungen) der Schleife im Magnetfeld des Dauermagneten dreht. Dessen Magnetfeld verläuft im Luftspalt quer zur Lichtzeigerrichtung.
Die in einem Messingrohr gelagerte Messschleife ist in einen unten abgeschlossenen Messingtopf geschoben, in dessen Mitte sich eine luft- und öldicht eingesetzte Plankonvexlinse für den Lichtstrahl befindet und hinter der der auf der Messschleife befestigte Spiegel liegt. In der Regel muss für die Messungen die Bewegung des Spiegels gedämpft werden. Dazu kann das Gehäuse nach Bedarf mit Paraffinöl oder dickflüssigem, farblosen Rizinusöl gefüllt werden.
Der Schleifenoszillograf nach Blondel kostete im Jahre 1912 je nach Ausführung zwischen 2.000,- und 2.500,- Mark, eine einzelne dieser Messschleifen kostete 130.- Mark.
Der 1893 von Blondel erfundene Schleifenoszillograf besteht aus einer hellen Bogenlampe als Lichtquelle für den Schwingspiegel der Messschleife, der Messschleife mit ihrem Schwingspiegel, einem Drehspiegel mit synchronisiertem Elektromotor zum zeitlichen Auseinanderziehen der Lichtstrahlen, einem mattierten Beobachtungsschirm zur Betrachtung der Lichtstrahlen und einer Fotoeinrichtung mit Trommel für zeitlich versetzte Mehrfachaufnahmen.
Die Messschleife selbst besteht aus einer Schleife von sehr dünnem Metalldraht, die durch den Spalt eines Dauermagneten geführt wird. Dabei wird der Metalldraht über eine Elfenbeinrolle geführt und über zwei Stege wie zwei Saiten durch eine Feder gespannt. Auf den Draht ist der Spiegel gekittet, der sich entsprechend den Bewegungen (Auslenkungen) der Schleife im Magnetfeld des Dauermagneten dreht. Dessen Magnetfeld verläuft im Luftspalt quer zur Lichtzeigerrichtung.
Die in einem Messingrohr gelagerte Messschleife ist in einen unten abgeschlossenen Messingtopf geschoben, in dessen Mitte sich eine luft- und öldicht eingesetzte Plankonvexlinse für den Lichtstrahl befindet und hinter der der auf der Messschleife befestigte Spiegel liegt. In der Regel muss für die Messungen die Bewegung des Spiegels gedämpft werden. Dazu kann das Gehäuse nach Bedarf mit Paraffinöl oder dickflüssigem, farblosen Rizinusöl gefüllt werden.
Der Schleifenoszillograf nach Blondel kostete im Jahre 1912 je nach Ausführung zwischen 2.000,- und 2.500,- Mark, eine einzelne dieser Messschleifen kostete 130.- Mark.
Zitiervorschlag
zwei Messschleifen für einen Oszillografen nach Siemens-Blondel, um 1910; Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Inventarnummer: 4.2019.433,
URL: https://onlinesammlung.museumsstiftung.de/detail/collection/59b26b2f-3e23-4681-a66f-9939a8b36bb4 (zuletzt aktualisiert: 30.3.2025)