T-Shirt mit "Anti-Überwachungsmuster" zur Manipulation europäischer KFZ-Kennzeichenlesesysteme
Anti-Überwachungskleidung
Datierung
2019
Vertrieb
Adversarial Fashion
Designer / Gestalter
Kate Rose
Verwendungsort
Europäische Union
Herstellungsort
Lettland
Material
Textil/Kunstfaser
Farbe
schwarz; weiß
Technik
bedruckt; genäht
Konfektionsgröße
XS
Gewicht
160 g
Systematik
Sonstige Sammelgebiete/Abhörgeräte, Überwachungsgeräte, Wanzen/Videoüberwachung, öffentlicher Raum, Fernsehüberwachungsanlagen
Objektart
Original
Inventar-Nr.
4.2020.432
Schlagworte
Überwachung, Künstliche Intelligenz, Hacken
Auf die zunehmende Überwachung des öffentlichen Raums und die rasante technische Entwicklung von Überwachungssystemen durch die Verwendung von künstlicher Intelligenz reagieren Hacker, Künstler und Designer mit sogenannten "Anti-Überwachungs-Mustern" für Kleidung. Diese Muster funktionieren wie Codes und können Algorithmen von Erkennungssoftware stören. Ziel ist es, Überwachungskameras zu überlisten und etwa die automatische Zuordnung gesammelter Daten zu digital gespeicherten Identitätsprofilen zu unterbinden.
Zwei gängige Methoden zur Überlistung von Überwachungssoftware sind das Blockieren solcher Systeme durch eine Art digitale Camouflage sowie die aktive Störung durch Informationsüberladung.
Die Hackerin und Designerin Kate Rose entwickelte aus Protest gegen die allgegenwärtige automatisierte Kennzeichenkontrolle ("automatic license plate recognition", kurz ALPR) in den USA die Modekollektion "Adversarial Fashion".
Gekennzeichnet ist diese alltagstaugliche Modeline durch die Verwendung von Aufdrucken, die auf den ersten Blick wie eine Zusammenstellung gewöhnlicher amerikanischer KFZ-Nummernschilder aussieht. Während die Aufdrucke für das menschliche Auge wie gewöhnliche Muster wirken, werden diese von Kennzeichenlesesystemen automatisch erfasst. Im Gegensatz zu offiziell zugelassenen KFZ- Schildern beinhalten diese "Fake"-Kennzeichen jedoch für staatliche Instanzen unwichtige Informationen und können keinen bereits gespeicherten Daten zugeordnet werden. Tritt eine Person in "Adversarial Fashion"-Kleidung vor eine Überwachungskamera mit KFZ-Kennzeichenerkennung, werden automatisch zahlreiche falsche Nummernschilder erfasst und in staatliche Überwachungssysteme eingespeist. Diese werden dadurch faktisch mit Datenmüll überflutet.
Mit "Adversarial Fashion" sensibilisiert Kate Rose einerseits hinsichtlich des Themas Überwachung - andererseits zeigt sie die Grenzen von Überwachungssystemen und künstlicher Intelligenz auf.
Um mittels "Sartorial Hacking" (also des Manipulierens von Computersystemen durch Kleidungsdesign) auch in anderen Nationen Überwachungssysteme stören zu können, wurden bei "Adversarial Fashion" auch Modeprints nach dem Schema von EU-Kennzeichen entwickelt.
Zwei gängige Methoden zur Überlistung von Überwachungssoftware sind das Blockieren solcher Systeme durch eine Art digitale Camouflage sowie die aktive Störung durch Informationsüberladung.
Die Hackerin und Designerin Kate Rose entwickelte aus Protest gegen die allgegenwärtige automatisierte Kennzeichenkontrolle ("automatic license plate recognition", kurz ALPR) in den USA die Modekollektion "Adversarial Fashion".
Gekennzeichnet ist diese alltagstaugliche Modeline durch die Verwendung von Aufdrucken, die auf den ersten Blick wie eine Zusammenstellung gewöhnlicher amerikanischer KFZ-Nummernschilder aussieht. Während die Aufdrucke für das menschliche Auge wie gewöhnliche Muster wirken, werden diese von Kennzeichenlesesystemen automatisch erfasst. Im Gegensatz zu offiziell zugelassenen KFZ- Schildern beinhalten diese "Fake"-Kennzeichen jedoch für staatliche Instanzen unwichtige Informationen und können keinen bereits gespeicherten Daten zugeordnet werden. Tritt eine Person in "Adversarial Fashion"-Kleidung vor eine Überwachungskamera mit KFZ-Kennzeichenerkennung, werden automatisch zahlreiche falsche Nummernschilder erfasst und in staatliche Überwachungssysteme eingespeist. Diese werden dadurch faktisch mit Datenmüll überflutet.
Mit "Adversarial Fashion" sensibilisiert Kate Rose einerseits hinsichtlich des Themas Überwachung - andererseits zeigt sie die Grenzen von Überwachungssystemen und künstlicher Intelligenz auf.
Um mittels "Sartorial Hacking" (also des Manipulierens von Computersystemen durch Kleidungsdesign) auch in anderen Nationen Überwachungssysteme stören zu können, wurden bei "Adversarial Fashion" auch Modeprints nach dem Schema von EU-Kennzeichen entwickelt.
Zitiervorschlag
T-Shirt mit "Anti-Überwachungsmuster" zur Manipulation europäischer KFZ-Kennzeichenlesesysteme , 2019; Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Inventarnummer: 4.2020.432,
URL: https://onlinesammlung.museumsstiftung.de/detail/collection/e249274f-bfd2-4f4b-ac2b-bea4962fd91c (zuletzt aktualisiert: 21.6.2026)