Isolator für Freileitungen mit Doppelglocke
Datierung
nach 1862
Hersteller
Uechtritz & Faist
Besitzer
Königlich Württembergische Telegraphen, Telegraphenwerkstätte Stuttgart (1864 - 1918)
Herstellungsort
Schramberg, Baden-Württemberg, Deutschland
Material
Mineralien Porzellan
Farbe
weiß
Objektmaß Zylinder/Kegel (d x h)
85 x 120 mm
Gewicht
0,65 kg
Systematik
Übertragungstechnik/Freileitungen/Freileitungsträger, Masten/Freileitungs-Isolatoren
Firmenlogo
Uechtritz & Faist / Schramberg (Vorderseite)
Objektart
Original
Inventar-Nr.
3.0.4994
Zu Beginn der elektrischen Telegrafie hatte man mit unterirdisch verlegten Leitungen experimentiert, jedoch setzten sich wegen mangelnder Isolation und aus Kostengründen Freileitungen aus zwischen Masten gespannten Eisen-, Kupfer- oder Bronzedrähten durch. Bei den durch die Luft isolierten Drähten bestand das Problem, die Drähte gegenüber dem Mast zu isolieren und gleichzeitig sicher zu befestigen und ausreichend straff zu spannen, so dass die Befestigung auch den Zugbelastungen bei Sturm und Eis standhielt.
Da die Qualität der Verbindung von möglichst geringen Verlusten in der Leitung abhing, spielte die Isolation der Befestigung eine wichtige Rolle. Daher experimentierte man mit zahlreichen verschiedenen Arten und Formen von Isolatoren, mit denen man die Drähte an den Masten befestigte. Das Problem mit dem Regenwasser löste man durch die Glockenform, an deren unterem Rand das Wasser abtropfte, während die Glocke innen trocken blieb. Schwierigkeiten bereitete jedoch hohe Luftfeuchtigkeit, Nebel und Tau, der sich auf der Innenseite der Glocke niederschlug. Dies wurde 1858 durch die Doppelglocke nach Chauvin gelöst.
In der Mustersammlung der Telegrafenwerkstätte Stuttgart - die für den Bau und den Unterhalt der württembergischen Telegrafenlinien zuständig war - hat sich eine Sammlung von Isolatoren aus der Zeit ab 1850 erhalten, als man mit verschiedenen Formen und Materialien experimentierte. Aus dieser Sammlung stammt auch dieser Isolator, wobei nicht alle in der Sammlung vorhandenen Muster dann auch in Württemberg eingesetzt wurden.
Da die Qualität der Verbindung von möglichst geringen Verlusten in der Leitung abhing, spielte die Isolation der Befestigung eine wichtige Rolle. Daher experimentierte man mit zahlreichen verschiedenen Arten und Formen von Isolatoren, mit denen man die Drähte an den Masten befestigte. Das Problem mit dem Regenwasser löste man durch die Glockenform, an deren unterem Rand das Wasser abtropfte, während die Glocke innen trocken blieb. Schwierigkeiten bereitete jedoch hohe Luftfeuchtigkeit, Nebel und Tau, der sich auf der Innenseite der Glocke niederschlug. Dies wurde 1858 durch die Doppelglocke nach Chauvin gelöst.
In der Mustersammlung der Telegrafenwerkstätte Stuttgart - die für den Bau und den Unterhalt der württembergischen Telegrafenlinien zuständig war - hat sich eine Sammlung von Isolatoren aus der Zeit ab 1850 erhalten, als man mit verschiedenen Formen und Materialien experimentierte. Aus dieser Sammlung stammt auch dieser Isolator, wobei nicht alle in der Sammlung vorhandenen Muster dann auch in Württemberg eingesetzt wurden.
Zitiervorschlag
Isolator für Freileitungen mit Doppelglocke, n1862; Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Inventarnummer: 3.0.4994,
URL: https://onlinesammlung.museumsstiftung.de/detail/collection/ddf3fd76-bbb9-4c83-80ac-2561cfbb3ee2 (zuletzt aktualisiert: 10.5.2026)