drahtloses Lichttelefon Photophon
Datierung
1906
Erfindungsjahr
1880
Hersteller
Kipp, P. J. & Zonen, J. W. Giltay Opvolger (gegr. 1887)
Erfinder
Alexander Graham Bell (1847 - 1922)
Erfinder
Charles Sumner Tainter (25.04.1854 - 20.04.1940)
Erfinder
Jan Willem Giltay (05.08.1851 - 22.11.1929)
Herstellungsort
Delft, Niederlande
Gewicht
ca. 1 kg
Objektmaß (b x h x t)
210 x 180 x 160 mm
Systematik
Drahtgebundene Telefonie/Frühe Fernsprecher/Mikrofone früher Fernsprecher
eingeprägt
K.J. Kipp & Zonen // J.W. Giltay Opv. // DELFT
Objektart
Original
Inventar-Nr.
4.2019.1
Das Photophone ist ein gemeinsam von Alexander Graham Bell und Charles Sumner Tainter 1880 erfundenes drahtloses Lichtmikrophon zur Fernübertragung von Schall. Das Mikrophon nutzt eine Lichtquelle und einen Hohlspiegel, der durch den Schall vibriert. Im Brennpunkt des Parabolspiegels befindet sich als Wandler eine Selenzelle, die die durch den Schall veränderte Lichtintensität in elektrischen Strom unterschiedlicher Stärke umwandelt. Auf der Gegenseite wird der Strom dann über einen Lautsprecher wieder in Schall umgewandelt.
Das Photophon ist vor allem dadurch berühmt, dass es Schall durch Licht übertragen kann, wenn man die Strecke zwischen dem mit der Membran gekoppelten Spiegel und der Photozelle verlängert. Wenn man die Selenzelle ebenfalls im Fokus eines Parabolspiegels platziert und eine genügend starke Lichtquelle hat, konnte man so einige Dutzend Meter überbrücken. Manche sehen daher in Bell und Tainter Vorläufer des heutigen Glasfaserkabels.
Das Photophon stellt vor allem ein frühes experimentelles Mikrophon dar, das zu einer Zeit erfunden wurde, als sich die Mikrophone noch im Anfangsstadium ihrer Entwicklung befanden. Alexander Graham Bells Telephon nutzte 1876 Induktionsströme und hatte daher eine geringe Reichweite. Das Kohlemikrophon von David Edward Hughes und Thomas Alva Edison (1877/1878) konnte elektrischen Strom modulieren - ein Prinzip, dass Bell bei dieser Erfindung ebenfalls nutzen wollte.
Dieses im Jahre 1906 für Laborzwecke entstandene Exemplar eines Photophone nutzt weder das Sonnenlicht noch Spiegel und Linsen (wie Bell und Tainter). Stattdessen befindet sich vor dem Hohlspiegel die Düse eines kleinen Gasbrenners (Azetylenbrenners). Das Gas strömt über die Zuleitung in den Raum hinter der Membran des Mikrophons. Diese wird durch den Schalldruck beim Sprechen hin- und her bewegt und so wird mehr oder weniger Gas angesaugt bzw. durch die Düse nach draussen gedrückt. Dadurch verändert sich die Leuchtkraft der Flamme im Rhythmus der Sprache und ändert so den Stromdurchfluss in der Selenzelle.
Es stammt von dem niederländischen Physiker und Instrumentenbauer Jan Willem Giltay, der es im Jahre 1906 in einer Publikation der Niederländischen Akademie der Wissenschaften vorstellte. Leicht veränderliche Gasflammen wurden im ausgehenden 19. Jahrhundert vielfach bei physikalisch-akustischen Experimenten eingesetzt, etwa bei "singing flames" oder Fréderic Kastners Pyrophone. Das Prinzip, unter konstantem Druck stehendes brennbares Gas zusammen mit der Membran in einem Photophon zu verwenden, stammt allerdings von dem schottischen Naturforscher Andrew Jamieson, der 1881 in Glasgow erstmals darüber berichtete.
Das Photophon ist vor allem dadurch berühmt, dass es Schall durch Licht übertragen kann, wenn man die Strecke zwischen dem mit der Membran gekoppelten Spiegel und der Photozelle verlängert. Wenn man die Selenzelle ebenfalls im Fokus eines Parabolspiegels platziert und eine genügend starke Lichtquelle hat, konnte man so einige Dutzend Meter überbrücken. Manche sehen daher in Bell und Tainter Vorläufer des heutigen Glasfaserkabels.
Das Photophon stellt vor allem ein frühes experimentelles Mikrophon dar, das zu einer Zeit erfunden wurde, als sich die Mikrophone noch im Anfangsstadium ihrer Entwicklung befanden. Alexander Graham Bells Telephon nutzte 1876 Induktionsströme und hatte daher eine geringe Reichweite. Das Kohlemikrophon von David Edward Hughes und Thomas Alva Edison (1877/1878) konnte elektrischen Strom modulieren - ein Prinzip, dass Bell bei dieser Erfindung ebenfalls nutzen wollte.
Dieses im Jahre 1906 für Laborzwecke entstandene Exemplar eines Photophone nutzt weder das Sonnenlicht noch Spiegel und Linsen (wie Bell und Tainter). Stattdessen befindet sich vor dem Hohlspiegel die Düse eines kleinen Gasbrenners (Azetylenbrenners). Das Gas strömt über die Zuleitung in den Raum hinter der Membran des Mikrophons. Diese wird durch den Schalldruck beim Sprechen hin- und her bewegt und so wird mehr oder weniger Gas angesaugt bzw. durch die Düse nach draussen gedrückt. Dadurch verändert sich die Leuchtkraft der Flamme im Rhythmus der Sprache und ändert so den Stromdurchfluss in der Selenzelle.
Es stammt von dem niederländischen Physiker und Instrumentenbauer Jan Willem Giltay, der es im Jahre 1906 in einer Publikation der Niederländischen Akademie der Wissenschaften vorstellte. Leicht veränderliche Gasflammen wurden im ausgehenden 19. Jahrhundert vielfach bei physikalisch-akustischen Experimenten eingesetzt, etwa bei "singing flames" oder Fréderic Kastners Pyrophone. Das Prinzip, unter konstantem Druck stehendes brennbares Gas zusammen mit der Membran in einem Photophon zu verwenden, stammt allerdings von dem schottischen Naturforscher Andrew Jamieson, der 1881 in Glasgow erstmals darüber berichtete.
Zitiervorschlag
drahtloses Lichttelefon Photophon, 1906; Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Inventarnummer: 4.2019.1,
URL: https://onlinesammlung.museumsstiftung.de/detail/collection/ae7fddba-d8c3-493c-91c0-5b0331049039 (zuletzt aktualisiert: 29.3.2026)