Vorschlag von Friedrich Clemens Gerke für eine Überarbeitung des ursprünglichen Morsealphabets von Alfred Vail
Datierung
1851
Erfinder
Friedrich Clemens Gerke (1801 - 1888)
Geografischer Bezug
Hamburg, Deutschland
Technik
Digitalisat
Systematik
Telegrafie/Morsetelegrafie/Morseübungsgerät
Objektart
Digitalisat
Inventar-Nr.
4.2017.197
Das von Alfred Vail entworfene Morsealphabet bestand ursprünglich aus vier Zeichen unterschiedlicher Länge in Kombination mit Pausen unterschiedlicher Länge. Der spätere Morse Landline Code oder American Morse Code bestand zwar nur noch aus zwei Zeichen (Punkten und Strichen), nutzte aber weiter Pausen verschiedener Länge innerhalb eines Zeichens. Diese Zeichen ließen sich auf dem Papierstreifen weniger gut ablesen als später mit den Klopfer abhören, da oft nicht klar war, ob eine längere Pause zu einem Zeichen gehörte oder ein Zeichen oder Wort von dem folgenden trennte.
Diese Nachteile hatte Friedrich Clemens Gerke, der Aufseher der ersten Morsetelegrafenlinie in Europa 1849 beseitigt. Er überarbeitete den Morsecode von Vail, in dem er rund die Hälfte der Zeichen änderte. Sein Morsealphabet bestand nur noch aus Punkten und Strichen sowie Pausen einheitlicher Länge. Seine Version des Morsealphabets wurde 1851 von Deutsch-Österreichischen Telegraphenverein (der auch Luxemburg, Teile des heutigen Belgiens, der Niederlande und Dänemarks umfasste) angenommen und verbreitete sich so in ganz Europa. Von der Internationalen Telegraphenunion wurde er auf dem Kongress in Paris 1865 für international verbindlich erklärt.
Die Grafik ist abgedruckt in dem Buch von Friedrich Clemens Gerke: Der praktische Telegraphist oder die electro-magnetische Telegraphie nach dem Morse'schen System; zunächst auch als Handbuch für angehende Telegraphisten vollständig und umfassend aus eigener praktischer Erfahrung dargestellt, Hamburg 1851, Seite 126.
Diese Nachteile hatte Friedrich Clemens Gerke, der Aufseher der ersten Morsetelegrafenlinie in Europa 1849 beseitigt. Er überarbeitete den Morsecode von Vail, in dem er rund die Hälfte der Zeichen änderte. Sein Morsealphabet bestand nur noch aus Punkten und Strichen sowie Pausen einheitlicher Länge. Seine Version des Morsealphabets wurde 1851 von Deutsch-Österreichischen Telegraphenverein (der auch Luxemburg, Teile des heutigen Belgiens, der Niederlande und Dänemarks umfasste) angenommen und verbreitete sich so in ganz Europa. Von der Internationalen Telegraphenunion wurde er auf dem Kongress in Paris 1865 für international verbindlich erklärt.
Die Grafik ist abgedruckt in dem Buch von Friedrich Clemens Gerke: Der praktische Telegraphist oder die electro-magnetische Telegraphie nach dem Morse'schen System; zunächst auch als Handbuch für angehende Telegraphisten vollständig und umfassend aus eigener praktischer Erfahrung dargestellt, Hamburg 1851, Seite 126.
Zitiervorschlag
Vorschlag von Friedrich Clemens Gerke für eine Überarbeitung des ursprünglichen Morsealphabets von Alfred Vail, 1851; Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Inventarnummer: 4.2017.197,
URL: https://onlinesammlung.museumsstiftung.de/detail/collection/aca5f424-6c47-42f0-b2a8-68a89ca8de7e (zuletzt aktualisiert: 30.8.2026)