
Abgleichwiderstand einer Kohlrausch'schen Walzenbrücke (Wheatstone-Rheostat)
Datierung
Letztes Viertel 19. Jahrhundert
Hersteller
Ferdinand Ernecke Physikalische Apparate & chemische Instrumente (1859 - um 1915)
Verwender
Kaiserliche Reichspost, Haupttelegrafenamt (HTA) (1875 - 1918)
Erfinder
Friedrich Wilhelm Georg Kohlrausch (1848 - 1910)
Herstellungsort
Berlin
Material
Messing, Holz
Objektmaß (b x h x t)
262 x 126 x 128 mm
Gewicht
3950 Gramm
Systematik
Messgeräte/Messgeräte für elektrische Größen/Messgerät für Widerstand, Erdung, Isolation
Schild
Drehbarer Widerstand von Ernecke Berlin (Mitte)
eingeprägt
50hm
Aufschrift
HTA 234 (links)
Schild
FERDINAND ERNECKE Hoflieferant sr.Majestät des Kaisers BERLIN S.W
Objektart
Original
Inventar-Nr.
4.2011.833
Die Kohlrausch'sche Walzenbrücke ist ein Abgleichwiderstand für eine Wheatston'sche Brückenschaltung. Er ist eine Weiterentwicklung des Wheatstone-Rheostaten (mit zwei Walzen) und der Vorgänger des Wendelpotentiometers.
Das Gerät dient der möglichst genauen Bestimmung von Widerstandswerten unter Laborbedingungen. Bei einer Wheatston'schen Brücke wird der unbekannte Widerstand mit einem bekannten Messwiderstand verglichen.
Damit Messwiderstand und der zu messende Widerstand nicht genau gleich groß sein müssen, nimmt man einen veränderlichen Abgleichwiderstand hinzu, dessen zwei verschiebbar große Teile so eingestellt werden, dass deren Verhältnis dem Verhältnis von Messwiderstand zum zu messenden Widerstand entspricht. Das wird mit einem empfindlichen Galvanometer kontrolliert, das beim Abgleich den Wert 0 zeigt.
Der Abgleichwiderstand ist ein Draht bestimmter Länge, der mit seinen beiden Enden an eine Spannung angeschlossen wird. Zwischen den beiden Enden wird ein weiterer Anschluss hergestellt, der nicht fest, sondern auf dem Draht verschiebbar ist. Dieser Anschluss teilt den ganzen Draht in zwei Teile, deren Teilwiderstände den Teillängen entsprechen. Dadurch wird die Widerstandsbestimmung durch eine Längenmessung ersetzt, die mit großer Genauigkeit ausgeführt werden kann.
Bei diesem Instrument nach Friedrich Kohlrausch wird der Draht in die Rillen einer drehbaren Walze aus Stein aufgewickelt und an den beiden festen Anschlüssen fixiert. Der dritte Anschluss besteht aus Kontakt-Rollen, die den Draht berühren und durch die Rillen geführt geführt werden. Die Rollen leiten den Strom über eine Schiene ab.
Der Walze verfügt über 40 Windungen, so dass jede Windung des Drahtes einem Achtzigstel der Gesamtlänge entspricht. Auf einer seitlichen Skala wird jede Umdrehung mit den Markierungen einer Skala in 100 Teile zerlegt. Die Gesamtlänge des Drahtes wird so in 40 x 100 = 4000 messbare Teile zerlegt. Dadurch kann ein Messwert mit einer Genauigkeit von 0,025 Prozent bestimmt werden.
Steht bei einer Messung die Rolle auf der 15. Windung des Drahtes und auf der seitlichen Skala auf 70, entspricht das 15 x 100 + 70 = 1570, also 1570/4000stel der Gesamtlänge. Der Widerstand des Drahtes wird also im Verhältnis von 1570 zu 4000 aufgeteilt und damit wird der Wert des zu messenden Widerstandes rechnerisch ermittelt.
Das Gerät dient der möglichst genauen Bestimmung von Widerstandswerten unter Laborbedingungen. Bei einer Wheatston'schen Brücke wird der unbekannte Widerstand mit einem bekannten Messwiderstand verglichen.
Damit Messwiderstand und der zu messende Widerstand nicht genau gleich groß sein müssen, nimmt man einen veränderlichen Abgleichwiderstand hinzu, dessen zwei verschiebbar große Teile so eingestellt werden, dass deren Verhältnis dem Verhältnis von Messwiderstand zum zu messenden Widerstand entspricht. Das wird mit einem empfindlichen Galvanometer kontrolliert, das beim Abgleich den Wert 0 zeigt.
Der Abgleichwiderstand ist ein Draht bestimmter Länge, der mit seinen beiden Enden an eine Spannung angeschlossen wird. Zwischen den beiden Enden wird ein weiterer Anschluss hergestellt, der nicht fest, sondern auf dem Draht verschiebbar ist. Dieser Anschluss teilt den ganzen Draht in zwei Teile, deren Teilwiderstände den Teillängen entsprechen. Dadurch wird die Widerstandsbestimmung durch eine Längenmessung ersetzt, die mit großer Genauigkeit ausgeführt werden kann.
Bei diesem Instrument nach Friedrich Kohlrausch wird der Draht in die Rillen einer drehbaren Walze aus Stein aufgewickelt und an den beiden festen Anschlüssen fixiert. Der dritte Anschluss besteht aus Kontakt-Rollen, die den Draht berühren und durch die Rillen geführt geführt werden. Die Rollen leiten den Strom über eine Schiene ab.
Der Walze verfügt über 40 Windungen, so dass jede Windung des Drahtes einem Achtzigstel der Gesamtlänge entspricht. Auf einer seitlichen Skala wird jede Umdrehung mit den Markierungen einer Skala in 100 Teile zerlegt. Die Gesamtlänge des Drahtes wird so in 40 x 100 = 4000 messbare Teile zerlegt. Dadurch kann ein Messwert mit einer Genauigkeit von 0,025 Prozent bestimmt werden.
Steht bei einer Messung die Rolle auf der 15. Windung des Drahtes und auf der seitlichen Skala auf 70, entspricht das 15 x 100 + 70 = 1570, also 1570/4000stel der Gesamtlänge. Der Widerstand des Drahtes wird also im Verhältnis von 1570 zu 4000 aufgeteilt und damit wird der Wert des zu messenden Widerstandes rechnerisch ermittelt.
Zitiervorschlag
Abgleichwiderstand einer Kohlrausch'schen Walzenbrücke (Wheatstone-Rheostat), Letztes Viertel 19. Jahrhundert; Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Inventarnummer: 4.2011.833,
URL: https://onlinesammlung.museumsstiftung.de/detail/collection/9d3d57d6-bed3-4428-a6ba-a9bab6428520 (zuletzt aktualisiert: 30.3.2025)