Kassettenrecorder CAG-A als Bestandteil einer CEKO-Abhöranlage zum Mitschneiden von Telefongesprächen
Datierung
1986 - 1989
Hersteller
VEB Elektronik Gera (1977 - 1990)
Benutzer
Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR (1950 - 1990)
Verwender
Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR (1950 - 1990)
Verwendungsort
Gera
Herstellungsort
Gera
Material
Metall, Plastik
Farbe
grau, metallfarben, schwarz
Objektmaß (b x h x t)
160 x 160 x 270 mm
Gewicht
3 kg
Systematik
Rundfunk, Tonaufzeichnung/Tonaufzeichnungs- und Tonwiedergabegeräte/Magnetaufzeichnungsgeräte und -wiedergabegeräte
Sonstige Sammelgebiete/Abhörgeräte, Überwachungsgeräte, Wanzen/Telefonüberwachung/Überwachung von Telefonleitungen und Anschlüssen
Sonstige Sammelgebiete/Abhörgeräte, Überwachungsgeräte, Wanzen/Telefonüberwachung/Überwachung von Telefonleitungen und Anschlüssen
Objektart
Original
Inventar-Nr.
3.2002.1017
Dieses Kassettenaufnahmegerät wurde in der Bezirksverwaltung (BV) Gera bzw. der Kreisdienststelle (KD) Gera des Ministerium für Staatssicherheit (MfS) verwendet. Bei dem Kassettenaufnahmegerät CAG-A handelt es sich um einen Bestandteil ("Einschub") der CEKO-Abhöranlagen, die die Abteilung 26 des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) zum Aufzeichnen von Telefongesprächen ("Auftrag A") einsetzte. Das DDR-weit in großen Stückzahlen verwendete einheitliche Abhörsystem CEKO wurde Anfang der 1980er Jahre von der Staatssicherheit entwickelt. Das Ceko-System erlaubte das automatische Aufzeichnen von Telefongesprächen und verfügte über Anschalteinrichtungen, Kassettenaufnahmegeräte, Auswertegeräte sowie später auch über 20-teilige Kassettenmagazine, die eine mehrstündige Aufzeichnungszeit ermöglichten.
Jeweils vier dieser Kassettenrekorder-Einschübe bildeten eine Aufzeichnungseinheit, so dass maximal vier Gespräche gleichzeitig aufgezeichnet werden konnten. Die Anschalteeinheit ließ das Anzapfen von maximal fünf Anschlüssen zu. Der Kassettenrekorder-Einschub CAG-A besitzt wenige Bedienelemente, da er extern angesteuert wird und nur im Aufnahmebetrieb genutzt werden kann. Vorn am Gerät befinden sich das Kassettenfach und eine Kopfhörerbuchse (für das direkte Mithören des Gespräches). Mittels eines Umschalters für Vor- und Hinterbandkontrolle kann das Eingangssignal oder das bereits aufgezeichnete Signal auf den Kopfhörer geschaltet werden. Der CAG-A war zwar robust aufgebaut, das verwendete minderwertige Material führte aber zu einer hohen Ausfallrate an Geräten. Es erfolgte daher eine stetige Weiter- und Neuentwicklungen, die dann in der dritten Gerätegeneration ihren Abschluss fanden in den Kassettengeräten vom Typ CAW fanden.
Die Geräte waren in Berlin massenhaft im Einsatz, die Ausstattung der Bezirksstätte - daunter auch Gera - war 1988 abgeschlossen. Zu einer Austattung der Kreisdienststellen des MfS kam es durch die Wende nicht mehr.
Das Abhören der Telefonate war so organisiert, dass im jeweiligen Fernmeldeamt ein Sonderkabel endete, das mit der CEKO-Anlage verbunden war. Inoffizielle Mitarbeiter (IM) unter den Angestellten des Fernmeldeamtes haben die zu überwachenden Telefonanschlüsse auf dieses Kabel geschaltet. Die aufgezeichneten Gespräche wurden nachträglich Wort für Wort in einem Abhörprotokoll-Formular protokolliert, anschließend meist wieder mit einem Kassettenlöschgerät entfernt und die Kassetten wieder verwendet.
Jeweils vier dieser Kassettenrekorder-Einschübe bildeten eine Aufzeichnungseinheit, so dass maximal vier Gespräche gleichzeitig aufgezeichnet werden konnten. Die Anschalteeinheit ließ das Anzapfen von maximal fünf Anschlüssen zu. Der Kassettenrekorder-Einschub CAG-A besitzt wenige Bedienelemente, da er extern angesteuert wird und nur im Aufnahmebetrieb genutzt werden kann. Vorn am Gerät befinden sich das Kassettenfach und eine Kopfhörerbuchse (für das direkte Mithören des Gespräches). Mittels eines Umschalters für Vor- und Hinterbandkontrolle kann das Eingangssignal oder das bereits aufgezeichnete Signal auf den Kopfhörer geschaltet werden. Der CAG-A war zwar robust aufgebaut, das verwendete minderwertige Material führte aber zu einer hohen Ausfallrate an Geräten. Es erfolgte daher eine stetige Weiter- und Neuentwicklungen, die dann in der dritten Gerätegeneration ihren Abschluss fanden in den Kassettengeräten vom Typ CAW fanden.
Die Geräte waren in Berlin massenhaft im Einsatz, die Ausstattung der Bezirksstätte - daunter auch Gera - war 1988 abgeschlossen. Zu einer Austattung der Kreisdienststellen des MfS kam es durch die Wende nicht mehr.
Das Abhören der Telefonate war so organisiert, dass im jeweiligen Fernmeldeamt ein Sonderkabel endete, das mit der CEKO-Anlage verbunden war. Inoffizielle Mitarbeiter (IM) unter den Angestellten des Fernmeldeamtes haben die zu überwachenden Telefonanschlüsse auf dieses Kabel geschaltet. Die aufgezeichneten Gespräche wurden nachträglich Wort für Wort in einem Abhörprotokoll-Formular protokolliert, anschließend meist wieder mit einem Kassettenlöschgerät entfernt und die Kassetten wieder verwendet.
Zitiervorschlag
Kassettenrecorder CAG-A als Bestandteil einer CEKO-Abhöranlage zum Mitschneiden von Telefongesprächen, 1986 - 1989; Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Inventarnummer: 3.2002.1017,
URL: https://onlinesammlung.museumsstiftung.de/detail/collection/9b763107-3e4d-440c-9124-8324dbc75c57 (zuletzt aktualisiert: 21.6.2026)