Identi-Kit-Koffer zur Erstellung von Phantombildern bei der Außenstelle Gera des Ministerium für Staatssicherheit (MfS)
Datierung
1960 - 1989
Hersteller
unbekannt
Verwender
Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR (1950 - 1990)
Verwendungsort
Gera
Material
Holz
Farbe
schwarz, braun
Objektmaß (b x h x t)
479 x 302 x 142 mm
Gewicht
5,35 kg
Systematik
Sonstige Sammelgebiete/Abhörgeräte, Überwachungsgeräte, Wanzen/übrige Geräte zur verdeckten Überwachung
Klebezettel
Identi-Kit - Repros//Blende 8 / NP 15//1 Sek.//mit Beleuchtg. Identi-Koffer (Innenseite)
Objektart
Original
Inventar-Nr.
4.2013.325
Dieser Identikit-Koffer wurde in der Bezirksverwaltung (BV) Gera bzw. der Kreisdienststelle (KD) Gera des Ministerium für Staatssicherheit (MfS) verwendet.
Der Identikit-Koffer enthält zahlreiche Folien mit einzelnen Gesichtsmerkmalen die übereinander gelegt werden können, um Phantombilder von Personen zu erstellen. Zur Ausrüstung gehört auch ein Heft, in dem alle Folien abgebildet sind. Der Koffer verfügt über eine eingebaute Beleuchtung / Durchleuchtungseinheit mit dem dazugehörigen Vorschaltgerät F 8 Cu K, um von den fertigen Phantombildern Fotos (Repros) anfertigen zu können.
Der so genannte Indenti-Kit wurde nach dem Zweiten Weltkrieb von Hugh C. McDonald (1913-1985) entwickelt. Um die Suche nach der großen Zahl von Kriegsverbrechern zu erleichtern, wollte McDonald ein standardisiertes Verfahren zur Erstellung von Phantombildern entwickeln.
Rund 50.000 Fotografien reduzierte er auf 500 Gesichtstypen. Sie ließen sich aus aus einem Set von 37 Nasen, 52 Kinnformen, 102 Augenpaaren, 40 Lippenformen, 120 Haarkanten sowie einer Sammlung von Augenbrauen, Bärten, Brillen und Kopfbedeckungen zusammensetzen, die auf transparente Folien gedruckt und übereinander gelegt werden konnten. Die Phantombilder mussten nicht an andere Polizeidienststellen per Post verschickt oder mit den seltenen Bildtelegrafen übermittelt werden. Es genügte, die Nummernkombination der Folien zu übermitteln, so dass die Polizei vor Ort das Bild aus den Folien mit den entsprechenden Nummern selbst zusammensetzen konnte.
Das Verfahren wurde von McDonald erstmals 1959 beim beim Los Angeles Police Department eingesetzt und bereits 1960 vom Scotland Yard übernommen. In den 1960er Jahren übernahmen viele Polizeibehörden das Verfahren, so dass Indenti-Kit in vielen Ländern zu einem Synonym für Phantombild geworden ist.
Der Identikit-Koffer enthält zahlreiche Folien mit einzelnen Gesichtsmerkmalen die übereinander gelegt werden können, um Phantombilder von Personen zu erstellen. Zur Ausrüstung gehört auch ein Heft, in dem alle Folien abgebildet sind. Der Koffer verfügt über eine eingebaute Beleuchtung / Durchleuchtungseinheit mit dem dazugehörigen Vorschaltgerät F 8 Cu K, um von den fertigen Phantombildern Fotos (Repros) anfertigen zu können.
Der so genannte Indenti-Kit wurde nach dem Zweiten Weltkrieb von Hugh C. McDonald (1913-1985) entwickelt. Um die Suche nach der großen Zahl von Kriegsverbrechern zu erleichtern, wollte McDonald ein standardisiertes Verfahren zur Erstellung von Phantombildern entwickeln.
Rund 50.000 Fotografien reduzierte er auf 500 Gesichtstypen. Sie ließen sich aus aus einem Set von 37 Nasen, 52 Kinnformen, 102 Augenpaaren, 40 Lippenformen, 120 Haarkanten sowie einer Sammlung von Augenbrauen, Bärten, Brillen und Kopfbedeckungen zusammensetzen, die auf transparente Folien gedruckt und übereinander gelegt werden konnten. Die Phantombilder mussten nicht an andere Polizeidienststellen per Post verschickt oder mit den seltenen Bildtelegrafen übermittelt werden. Es genügte, die Nummernkombination der Folien zu übermitteln, so dass die Polizei vor Ort das Bild aus den Folien mit den entsprechenden Nummern selbst zusammensetzen konnte.
Das Verfahren wurde von McDonald erstmals 1959 beim beim Los Angeles Police Department eingesetzt und bereits 1960 vom Scotland Yard übernommen. In den 1960er Jahren übernahmen viele Polizeibehörden das Verfahren, so dass Indenti-Kit in vielen Ländern zu einem Synonym für Phantombild geworden ist.
Zitiervorschlag
Identi-Kit-Koffer zur Erstellung von Phantombildern bei der Außenstelle Gera des Ministerium für Staatssicherheit (MfS), 1960 - 1989; Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Inventarnummer: 4.2013.325,
URL: https://onlinesammlung.museumsstiftung.de/detail/collection/8f758f92-6b8d-43a4-9abd-8dac42dd528e (zuletzt aktualisiert: 21.6.2026)