Briefkasten, Stadtbriefkasten aus Bayern mit Seitenklappe und Einsatzkasten, erste, einfache Form
Datierung
ab 1867
Hersteller
unbekannt
Geografischer Bezug
Bayern
Material
Eisenblech
Farbe
blau, weiß, schwarz
Objektmaß (b x h x t)
605 x 320 x 210 mm
Gewicht
15,8 kg
Systematik
Brief- und Kleingutverkehr/Briefkästen und Briefeinwurfklappen (Hausbriefkästen und andere Zustelleinrichtungen siehe dort)
Aufkleber
"23" (Rückseite)
Beschriftung
"3." (weiße Farbe) (Rückseite)
Aufkleber
"96" (aktuelle Schließung) (seitlich)
Objektart
Original
Inventar-Nr.
5.2003.330
Schlagworte
Königlich bayerische Post, Bayern, Briefkasten
"Die hölzernen Stadtbriefkästen genügten schon nach einigen Jahren den gestiegenen Anforderungen nicht mehr. Aber erst 1867 sah sich die Postverwaltung endlich veranlaßt, neue widerstandsfähige Stadtbriefkästen einzuführen. Sie waren aus Schmiedeeisen und trugen einen weiß-blauen Rautenanstrich sowie auf schwarzem Grund die goldfarbene Aufschrift 'Briefkasten'. Ihre Form war ebenfalls nicht einheitlich. Im Laufe der Jahre wurden sie ständig verbessert, Leerungsanzeiger und bessere Einwurföffnungen angebracht. Am häufigsten jedoch wechselte der Anstrich selbst, je nach Künsten des lokalen Meisters. Während die Beschriftung 'Briefkasten' entfiel, kam bald das Bild eines stilisierten Briefes in Mode. (...) Doch selbst diese neuen Stadtbriefkästen hatten noch immer den blechernen Einsatzkasten, der durch die Seitentür in den Briefkasten eingeschoben wurde und die eingeworfenen Briefe aufnahm. Durch diese Einsatzkästen war die Leerung der Briefkästen so umständlich wie vorher. Noch immer musste der volle Einsatzbehälter bei jeder Leerungszeit gegen einen leeren ausgetauscht werden. Aber immerhin: die Post hatte inzwischen die Leerung in eigene Regie übernommen. Eigene, besonders konstruierte Pferdefahrzeuge, sogenannte Briefsammelwagen, fuhren von Kasten zu Kasten. Sie hatten einen Aufbau mit lauter kleinen Fächern, in welche die Einsatzkästen genau hineinpaßten. (...)"
(Helmut Thiel, Die bayerischen Briefkästen, in: Archiv für Postgeschichte in Bayern, Heft 1974/ II, S. 318)
Der innenliegende Einsatzkasten ist unter der Inventarnummer 5.2003.205 erfasst.
(Helmut Thiel, Die bayerischen Briefkästen, in: Archiv für Postgeschichte in Bayern, Heft 1974/ II, S. 318)
Der innenliegende Einsatzkasten ist unter der Inventarnummer 5.2003.205 erfasst.
Zitiervorschlag
Briefkasten, Stadtbriefkasten aus Bayern mit Seitenklappe und Einsatzkasten, erste, einfache Form, ab 1867; Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Inventarnummer: 5.2003.330,
URL: https://onlinesammlung.museumsstiftung.de/detail/collection/8ebfc9d8-4672-4322-9c04-ab677895c1a5 (zuletzt aktualisiert: 26.7.2026)