
Foto: Schalterhalle des Hauptpostamtes in Köln mit Büste Heinrich von Stephans
Datierung
1893
Fotograf
unbekannt
Bildhauer
Reinhold Begas (1831 - 1911)
Auftraggeber
Kaiserliche Reichspost (1871 - 1918)
Auftraggeber
Oberpostdirektion Köln
Herstellungsort
Köln
Technik
Fotografie (sw)
Blattmaß (b x h)
460 x 600 mm
Bildmaß (b x h)
300 x 460 mm
Beschriftung
Post und Telegraphen-Gebäude in Cöln // Schalterhalle // Blatt 4 (auf Rahmen)
Objektart
Original
Inventar-Nr.
4.0.16466
Das Kölner Hauptpostamt befand sich An den Dominikanern in der Kölner Innenstadt. Sie war ein großer, 1892 im Stil der Neugotik errichteter und 1893 von Heinrich von Stephan eingeweihter Gebäudekomplex. Bis 1915 beherbergte das Gebäude auch die Oberpostdirektion. 1943 brannte das Gebäude durch Bombenangriffe vollständig aus und wurde nach 1945 in vereinfachter Form wiederaufgebaut.
Bei der Einweihung 1893 stand im Zentrum der Haupthalle gegenüber dem Haupteingang eine Marmorbüste Heinrich von Stephans. Sie wurde 1893 von Reinhold Begas geschaffen, einem der Hauptvertreter des Berliner Neubarocks. Das Portrait Heinrich von Stephans war eingefasst in eine üppige, mit reichem Schnitzwerk dekorierte neogotische Holzarchitektur, die sich beiderseits der Büste in den Schaltern der Schalterhalle fortsetzte. Die Büste selbst stand in einer Tabernakelarchitektur und erhielt somit gleichsam sakrale Züge. Diese Überhöhung ist symptomatisch für die übersteigerte Verehrung, die Stephan innerhalb der Reichspost und Teilen der Öffentlichkeit genoss.
Nach 1945 fand die Stephan-Büste fand einen neuen Platz an einer Wand im Vorraum des Haupteinganges. 1998 wurde das Gebäude abgerissen und die Büste gelangte in das Museum.
Bei der Einweihung 1893 stand im Zentrum der Haupthalle gegenüber dem Haupteingang eine Marmorbüste Heinrich von Stephans. Sie wurde 1893 von Reinhold Begas geschaffen, einem der Hauptvertreter des Berliner Neubarocks. Das Portrait Heinrich von Stephans war eingefasst in eine üppige, mit reichem Schnitzwerk dekorierte neogotische Holzarchitektur, die sich beiderseits der Büste in den Schaltern der Schalterhalle fortsetzte. Die Büste selbst stand in einer Tabernakelarchitektur und erhielt somit gleichsam sakrale Züge. Diese Überhöhung ist symptomatisch für die übersteigerte Verehrung, die Stephan innerhalb der Reichspost und Teilen der Öffentlichkeit genoss.
Nach 1945 fand die Stephan-Büste fand einen neuen Platz an einer Wand im Vorraum des Haupteinganges. 1998 wurde das Gebäude abgerissen und die Büste gelangte in das Museum.
Zitiervorschlag
Foto: Schalterhalle des Hauptpostamtes in Köln mit Büste Heinrich von Stephans, 1893; Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Inventarnummer: 4.0.16466,
URL: https://onlinesammlung.museumsstiftung.de/detail/collection/73bd2727-85fe-4803-967d-0b01868e9177 (zuletzt aktualisiert: 30.3.2025)