16 mm-Film "Briefe fliegen über den Ozean"
Datierung
1934 - 1935
Produzent
Universum Film AG (UFA) (1917 - 1991)
Auftraggeber
Deutsche Reichspost (1918 - 1945)
Regie
Fritz Kallab (Wirkungsdaten :1928-1935)
Buch
Funke-Engelmann (Wirkung: 1935)
Herstellungsort
Berlin, Deutschland
Farbe
schwarzweiß
Technik
16-mm Film; Tonfilm
Länge
173 m
Abspieldauer
16 min
Systematik
Medien/Film/Postbeförderung/Briefbeförderung
Objektart
Original
Inventar-Nr.
4.1.2799
Der Film zeigt den Luftpostverkehr von Deutschland nach Südamerika. Bereits während des Vorspanns taucht neben den Namen der am Film beteiligten Personen der Schatten eines Flugzeugs über Meereswellen auf. Dann sind in schnell geschnittenen Filmsequenzen Postbeamte zu sehen, die Briefe verteilen, sortieren, stempeln und verwerfen. Die folgenden Szenen zeigen Krafträder und Flugzeuge, die das Tempo des Brieftransports weiter beschleunigen. »Briefe, Briefe, von Mensch zu Mensch, von Volk zu Volk, vorwärts, vorwärts!« Die Stimme des Kommentators heizt die Geschwindigkeit der Beförderung weiter an. Als heldenhafte Leistung der Piloten wird der Flug dargestellt, obgleich er, so der Kommentar, nicht länger ein Abenteuer sei, sondern planmäßig durchgeführt werde. Zu sehen sind Aufnahmen des Fluges von Berlin nach Stuttgart, wo aus ganz Europa die Luftpostsendungen zusammenkommen; von dort geht es nach Sevilla, dann weiter nach Las Palmas und Britisch Gambia und schließlich über den Ozean nach Brasilien und Argentinien. Besonders hervorgehoben werden die Leistungen der deutschen Piloten und Flugzeuge. Ein Heinkel-Blitz-Flugzeug erledigt mit 350 Stundenkilometern den Transport von Stuttgart nach Sevilla, von dort geht es mit der 3-motorigen Junkers weiter zu den kanarischen Inseln und nach Britisch Gambia, wo sich der »Dornier-Wal«, ein Katapultflugzeug, abschussbereit im Schleuderschlitten der »Westfalen« befindet. Für 13 lange Stunden sieht der Pilot jetzt fast nur Wasser unter sich, gelegentlich ein Schiff auf dem Meer, dazu den Himmel und die Wolken. Für einige Augenblicke kommt das Luftschiff Zeppelin ins Bild, das im Wechsel mit den Flugzeugen die Luftpost via Europa-Südamerika transportiert. Über Funkentelegrafie hält der Pilot die Verbindung zu den Schiffen »Westfalen« und »Schwabenland«, bis schließlich Brasilien erreicht ist, wo er den »Dornier-Wal« wassert. Einmal mehr wird umgeladen für das vorletzte Wegstück bis Rio de Janeiro, von dort geht es nach Montevideo und schließlich ans Ziel: Buenos Aires. Mit Aufnahmen und Impressionen der Flugzeuge endet der Film.
Zitiervorschlag
16 mm-Film "Briefe fliegen über den Ozean", 1934 - 1935; Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Inventarnummer: 4.1.2799,
URL: https://onlinesammlung.museumsstiftung.de/detail/collection/5e782c95-a0ee-48c0-b083-9e7d867d6512 (zuletzt aktualisiert: 12.4.2026)