Briefkasten, Stadtbriefkasten aus Bayern, Modell 99/05 in der Ausführung ab 1918 der Deutschen Reichspost
Datierung
1918 - 1922
Hersteller
unbekannt
Geografischer Bezug
Deutschland; Bayern
Material
Eisen
Farbe
gelb, schwarz
Objektmaß (b x h x t)
520 x 500 x 340 mm
Gewicht
26,4 kg
Systematik
Brief- und Kleingutverkehr/Briefkästen und Briefeinwurfklappen (Hausbriefkästen und andere Zustelleinrichtungen siehe dort)
Aufschrift
"Nächste Abholung, Nachtleerung" (Vorderseite oben)
eingeschlagen
18 (im linken Leerungseinschub und auf Leerungsklappe)
Objektart
Original
Inventar-Nr.
4.2004.509
Schlagworte
Briefkasten, Bayern, Verkehrsmuseum Nürnberg, Deutsche Reichspost
Ursprünglich Stadtbriefkasten des Modells M99/05. Der Briefkasten wurde 1918 nach Abschaffung der Monarchie und Gründung des Freistaates Bayern umgestaltet. Das königliche Wappen aus Kupferblech in der Mitte des Kastens wurde entfernt, stattdessen wurde das Signet der bayerischen Post in der Zeit zwischen 1918 und 1922 aufgebracht (zwei ineinander verschlungene Posthörner). Ende 1921 wurde die bayerische Post verreichlicht und ging in der Deutschen Reichspost auf. Daher wurde ab Anfang 1922 das Emblem mit den beiden verschlungenen Posthörnern nicht mehr verwendet.
Der hier abgebildete Briefkasten wurde stark überarbeitet und stellt keinen Originalzustand dar.
"In ihren Dienstleistungen traditioneller Art gab es bei der Reichs-Post- und Telegrafenverwaltung (RPTV) nach 1918 keine außergewöhnlichen Veränderungen, so daß die Postbeförderung nach dem Ende des Ersten Weltkriegs als der gleichermaßen überlieferte wie 'rückständigste' Sektor des Postbetriebs angesehen worden ist. Dies gilt vornehmlich für die noch immer von Postbeamten manuell geleerten Briefkästen. Hier kam es aber zu einer optischen Neuerung, als ab 1929/30 anstelle der bisher benutzen '30 bis 40 verschiedenen Briefkastenmodelle' eine Vereinheitlichung geschaffen wurde. Damit verschwanden dann auch schrittweise die bayerischen und württembergischen Briefkästen, die der wirtschaftlichen Verhältnisse wegen über die 'Verreichlichung' hinaus beibehalten worden waren. (...) Im Bereich der Deutschen Reichspost gab es gegen Ende der Weimarer Republik etwa 144.300 Briefkästen. Nicht enthalten in dieser Zahl sind die Einwurfmöglichkeiten in den Postämtern."
(Archiv für deutsche Postgeschichte 1/1990, S. 77)
Der hier abgebildete Briefkasten wurde stark überarbeitet und stellt keinen Originalzustand dar.
"In ihren Dienstleistungen traditioneller Art gab es bei der Reichs-Post- und Telegrafenverwaltung (RPTV) nach 1918 keine außergewöhnlichen Veränderungen, so daß die Postbeförderung nach dem Ende des Ersten Weltkriegs als der gleichermaßen überlieferte wie 'rückständigste' Sektor des Postbetriebs angesehen worden ist. Dies gilt vornehmlich für die noch immer von Postbeamten manuell geleerten Briefkästen. Hier kam es aber zu einer optischen Neuerung, als ab 1929/30 anstelle der bisher benutzen '30 bis 40 verschiedenen Briefkastenmodelle' eine Vereinheitlichung geschaffen wurde. Damit verschwanden dann auch schrittweise die bayerischen und württembergischen Briefkästen, die der wirtschaftlichen Verhältnisse wegen über die 'Verreichlichung' hinaus beibehalten worden waren. (...) Im Bereich der Deutschen Reichspost gab es gegen Ende der Weimarer Republik etwa 144.300 Briefkästen. Nicht enthalten in dieser Zahl sind die Einwurfmöglichkeiten in den Postämtern."
(Archiv für deutsche Postgeschichte 1/1990, S. 77)
Zitiervorschlag
Briefkasten, Stadtbriefkasten aus Bayern, Modell 99/05 in der Ausführung ab 1918 der Deutschen Reichspost, 1918 - 1922; Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Inventarnummer: 4.2004.509,
URL: https://onlinesammlung.museumsstiftung.de/detail/collection/37c4f069-66c4-4266-ad95-7d8d488d9ae1 (zuletzt aktualisiert: 26.7.2026)