Zeigertelegraf mit Selbstunterbrechung nach Werner von Siemens
Datierung
1847 - 1856
Hersteller
Siemens & Halske oHG Telegraphenbauanstalt (1847 - 1889)
Herstellungsort
Berlin
Material
Metall Holz
Farbe
braun
Objektmaß (b x h x t)
560 x 207 x 350
Objektmaß (b x h x t)
aufgeklappt 560 x 195 x 700 mm
Gewicht
15 kg
Systematik
Telegrafie/Nicht-schreibender Telegraf/Zeigertelegraf
Aufkleber
Elektromagnetischer Zeigertelegraph mit Selbstunterbrechung von Werner Siemens // 1847 // A. Empfänger // 3a (Innenseite)
Aufkleber
Elektromagnetischer Zeigertelegraph mit Selbstunterbrechung von Werner Siemens // 1847 // A. Geber //3b (Innenseite)
beschriftet
Siemens & Halske Patent Berlin // Nr. 68 (Vorderseite)
Objektart
Original
Inventar-Nr.
3.0.2703
Ab 1846 gebaut, war der Zeigertelegraf mit Selbstunterbrechung weit verbreitet. Die Erfindung von Werner von Siemens ist einfach zu bedienen: Stromimpulse bewegen die Zeiger an beiden Stationen von Buchstabe zu Buchstabe. Drückt man beim Sender eine Taste, wird der Zeiger dort angehalten. Die Stromimpulse werden unterbrochen und der Zeiger bleibt auch beim Empfänger bei diesem Buchstaben stehen.
Das Gerät wurde insbesondere als Eisenbahntelegraf eingesetzt und war noch 1867 auf mehreren deutschen Eisenbahnen in Gebrauch. Während der Revolution von 1848/49 wurde ein Telegraf diesen Typs zur telegrafischen Übermittlung der Beschlüsse und Beratungen der Deutschen Nationalversammlung in Frankfurter Paulskirche nach Berlin genutzt. Wegen der geringen Reichweite waren bis Berlin 10 Relaisstationen notwendig, in denen der Telegrammtext jeweils aufgenommen und neu eingegeben werden mußte.
Trotzdem war es möglich, ein Telegramm (etwa vom Beschluß, König Fridrich Wilhelm die deutsche Kaiserkrone anzutragen) innerhalb von einer Stunde nach Berlin zu übermitteln. Dies war eine bis dahin unerreichte Geschwindigkeit, denn mit dem optischen Telegrafen, deren Telegramme mehrere Stunden benötigten, war eine solche Synchronizität nicht zu erreichen. Zu diesem Zeigertelegrafen gab es ab 1850 noch einen Typendruckzusatz, mit dem der übermittelte Text aufgezeichnet werden konnte.
Das Gerät wurde insbesondere als Eisenbahntelegraf eingesetzt und war noch 1867 auf mehreren deutschen Eisenbahnen in Gebrauch. Während der Revolution von 1848/49 wurde ein Telegraf diesen Typs zur telegrafischen Übermittlung der Beschlüsse und Beratungen der Deutschen Nationalversammlung in Frankfurter Paulskirche nach Berlin genutzt. Wegen der geringen Reichweite waren bis Berlin 10 Relaisstationen notwendig, in denen der Telegrammtext jeweils aufgenommen und neu eingegeben werden mußte.
Trotzdem war es möglich, ein Telegramm (etwa vom Beschluß, König Fridrich Wilhelm die deutsche Kaiserkrone anzutragen) innerhalb von einer Stunde nach Berlin zu übermitteln. Dies war eine bis dahin unerreichte Geschwindigkeit, denn mit dem optischen Telegrafen, deren Telegramme mehrere Stunden benötigten, war eine solche Synchronizität nicht zu erreichen. Zu diesem Zeigertelegrafen gab es ab 1850 noch einen Typendruckzusatz, mit dem der übermittelte Text aufgezeichnet werden konnte.
Zitiervorschlag
Zeigertelegraf mit Selbstunterbrechung nach Werner von Siemens, 1847 - 1856; Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Inventarnummer: 3.0.2703,
URL: https://onlinesammlung.museumsstiftung.de/detail/collection/2ae8807e-dbc0-4c68-9b75-7bb33a15f480 (zuletzt aktualisiert: 1.11.2026)