

"NextMind Brain-Computer Interface Development Kit" zur Gedankensteuerung von Computern
Datierung
2021
Hersteller
NextMind SAS (ab 2017)
Herstellungsort
Paris, Frankreich
Material
Kunststoff, Metall
Farbe
schwarz
Objektmaß (b x h x t)
125 x 50 x 60 mm
Objektmaß (b x h x t)
185 x 65 x 145 mm (Originalverpackung)
Gewicht
60 g
Systematik
Sonstige Sammelgebiete/Neurofeedback, Gedankensteuerung
Beschriftung
NEXTMIND
Objektart
Original
Inventar-Nr.
4.2021.599
Schon seit Langem forschen Wissenschaftler daran, wie sich das menschliche Gehirn nutzen lassen könnte, um mit der Umgebung zu kommunizieren. 2021 brachte das französische Start-up NextMind mit einem Development Kit (kurz: Dev Kit) die erste Version einer Hardware auf den Markt, die Nutzerinnen und Nutzern den Einstieg in die Gedankensteuerung ermöglicht.
Der Sensor von NextMind besteht aus einer kleinen Kunststoffscheibe mit acht Sensoren, die mit einem Stirnband am Hinterkopf befestigt wird. Dort befindet sich der visuelle Kortex, auch Sehrinde genannt. Die acht Sensoren messen dort die Spannungsschwankungen von Nervenzellen außerhalb des Schädels - sie zeichnen so ein permanentes Elektroenzephalogramm (EEG) dieses Bereichs des Gehirns auf. Die Messergebnisse werden via Bluetooth an den heimischen PC geschickt, wo die zugehörige Software (NextMind-Engine) die Daten mittels künstlicher Intelligenz in Computerbefehle übersetzt.
Wenn man sich beispielsweise auf ein bestimmtes Objekt oder ein Bildschirmelement konzentriert, dann erzeugt dies eine neurale Reaktion. Diese Veränderung sendet die Hardware dann an den Rechner, wo sie mithilfe der sofort in eine Aktion übersetzt wird.
Da jedes Gehirn anders arbeitet, muss die Hardware zu Beginn kalibriert werden. Hierfür muss man sich zunächst auf ein markantes visuelles Objekt fokussieren. Diese Aktion sorgt für ein Nutzerprofil, an dem sich die künstliche Intelligenz von NextMind anschließend beim Auslesen der Hirnströme orientiert. Die KI lernt dabei ständig hinzu und verbessert die Präzision des Geräts. Dafür setzt NextMind auf Machine Learning. Das passiert aber nicht in der Cloud, sondern die Daten bleiben auf dem lokalen PC.
Die Steuerung mit NextMind funktionierte bereits im Jahre 2021 überraschend gut. Viele Nutzer konnten nach wenigen Minuten beispielsweise bei einem Fernseher problemlos den Sender wechseln oder das Gerät stumm schalten. Von einer Serienreife oder einer Einbindung in den Alltag ist die Hardware jedoch noch weit entfernt.
Das Dev Kit lässt sich in die populäre Gaming-Engine Unity einbinden; vorerst liegt der Fokus der Entwicklung auf Apps und Spielen. Vorstellbar ist auch ein Einsatz in Medizin und Industrie bei Tätigkeiten, bei denen der Nutzer keine Hand frei hat, im Haushalt oder in auch selbstfahrenden Autos.
Der Sensor von NextMind besteht aus einer kleinen Kunststoffscheibe mit acht Sensoren, die mit einem Stirnband am Hinterkopf befestigt wird. Dort befindet sich der visuelle Kortex, auch Sehrinde genannt. Die acht Sensoren messen dort die Spannungsschwankungen von Nervenzellen außerhalb des Schädels - sie zeichnen so ein permanentes Elektroenzephalogramm (EEG) dieses Bereichs des Gehirns auf. Die Messergebnisse werden via Bluetooth an den heimischen PC geschickt, wo die zugehörige Software (NextMind-Engine) die Daten mittels künstlicher Intelligenz in Computerbefehle übersetzt.
Wenn man sich beispielsweise auf ein bestimmtes Objekt oder ein Bildschirmelement konzentriert, dann erzeugt dies eine neurale Reaktion. Diese Veränderung sendet die Hardware dann an den Rechner, wo sie mithilfe der sofort in eine Aktion übersetzt wird.
Da jedes Gehirn anders arbeitet, muss die Hardware zu Beginn kalibriert werden. Hierfür muss man sich zunächst auf ein markantes visuelles Objekt fokussieren. Diese Aktion sorgt für ein Nutzerprofil, an dem sich die künstliche Intelligenz von NextMind anschließend beim Auslesen der Hirnströme orientiert. Die KI lernt dabei ständig hinzu und verbessert die Präzision des Geräts. Dafür setzt NextMind auf Machine Learning. Das passiert aber nicht in der Cloud, sondern die Daten bleiben auf dem lokalen PC.
Die Steuerung mit NextMind funktionierte bereits im Jahre 2021 überraschend gut. Viele Nutzer konnten nach wenigen Minuten beispielsweise bei einem Fernseher problemlos den Sender wechseln oder das Gerät stumm schalten. Von einer Serienreife oder einer Einbindung in den Alltag ist die Hardware jedoch noch weit entfernt.
Das Dev Kit lässt sich in die populäre Gaming-Engine Unity einbinden; vorerst liegt der Fokus der Entwicklung auf Apps und Spielen. Vorstellbar ist auch ein Einsatz in Medizin und Industrie bei Tätigkeiten, bei denen der Nutzer keine Hand frei hat, im Haushalt oder in auch selbstfahrenden Autos.
Zitiervorschlag
"NextMind Brain-Computer Interface Development Kit" zur Gedankensteuerung von Computern, 2021; Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Inventarnummer: 4.2021.599,
URL: https://onlinesammlung.museumsstiftung.de/detail/collection/27d7ffb7-03ca-4408-bf70-8ad89f334b69 (zuletzt aktualisiert: 30.3.2025)