Briefkasten, Prototyp aus Kunststoff, Deutsche Post der DDR
Funktionsmuster zur Erprobung eines neuen Modells
Datierung
1965
Entwickler
Deutsche Post der DDR, Institut für Post- und Fernmeldewesen (IPF) (1955 - 1990)
Geografischer Bezug
Deutschland (DDR)
Farbe
gelb
Material
Polyesterharz, Glasseidengewebe
Objektmaß (b x h x t)
510 x 475 x 285 mm
Gewicht
6 kg
Systematik
Brief- und Kleingutverkehr/Briefkästen und Briefeinwurfklappen (Hausbriefkästen und andere Zustelleinrichtungen siehe dort)
Aufkleber
"WIRTSCHAFTSPAKET, Zi.304, Abt.31 Fritsche" (Rückseite)
Beschriftung
"7" (blau) (Bodenklappen-Innenseite)
Objektart
Original
Inventar-Nr.
3.2000.3426
Schlagworte
Deutsche Post der DDR, Briefkasten, Musterstück
Der hier vorliegende Prototyp aus Kunststoff (gelb eingefärbten Polyesterharz) sollte nach einer Erprobungsphase in den 1960er die alten Stahlblechkästen Typ B und Typ C ersetzten. Die Funktionsmuster für die Erprobung wurden 1965 im aufwendigen "Handauflegeverfahren" hergestellt, die eine geringere Festigkeit erreichen und Fehlstellen in der Glasfaseroberfläche hervorrufen, die durch Spachteln und Schleifen beseitigt werden und danach noch einmal gelb angestrichen werden müssen. Für den Fall einer erfolgreichen Erprobungsphase (Beginn Juli 1965) sollte eine "Preßverformung" in Großserien mit eingefärbtem Polyesterharz erfolgen, bei rund 30.000 Stück könnte ein Stückpreis von maximal 160 MDN erreicht werden, die Produktionskosten für einen Stahlblechbriefkasten wurden mit 191 MDN angegeben.
Für dieses neue Briefkastenmodell wurde ein an der Vorderseite eingearbeiteter breiter Einwurfschlitz und darunter ein umgestalteter schmaler Leerungsanzeiger gewählt. Die unterseitig angeschraubten und verklebten Führungsschienen für die Leerungstaschen sind aus Stahlblech. Die Leerungszeit wird mit einem Vierkantschlüssel weitergestellt. Für Nachtleerungen entfällt bei diesem Modell der umlaufende rote Streifen, stattdessen wird ein Schild "Nachtleerung" in den Leerungsanzeiger eingesteckt.
Insgesamt wurden von dem Prototyp nur 10 Stück hergestellt, wovon 8 seit Juli 1965 in den folgenden Postämtern getestet wurden: PA Rostock-Warnemünde, HPA Bitterfeld, HPA Eisenach, PA Dresden 24, PA Altenburg (zwei Stück), HPA Berlin-Pankow und PA Berlin 3.
Nach der Erprobungsphase fand im IPF ein "Abschlußkolloquium Kunststoffbriefkasten" statt. Die gemachten Erfahrungen und Stellungsnahmen der Postämter führten zu den folgenden neuen Gestaltungsideen: Verkleinerung der Einwurfklappe (von 375 auf 260 mm), Vergrößerung der Tiefe des Briefkastens (von 250 auf 300 mm), zwei Arten von Leerungsklappen (Unterseite und seitlich), mögliche Überarbeitung des Leerungsanzeigers (starre Übersicht statt verstellbarer nächster Leerung)
(Die Deutsche Post, Heft 2/1967, Seite 5-1-53, Werner Lange/ IPF Berlin, Straßenbriefkästen aus Plaste, 3 Abbildungen)
Für dieses neue Briefkastenmodell wurde ein an der Vorderseite eingearbeiteter breiter Einwurfschlitz und darunter ein umgestalteter schmaler Leerungsanzeiger gewählt. Die unterseitig angeschraubten und verklebten Führungsschienen für die Leerungstaschen sind aus Stahlblech. Die Leerungszeit wird mit einem Vierkantschlüssel weitergestellt. Für Nachtleerungen entfällt bei diesem Modell der umlaufende rote Streifen, stattdessen wird ein Schild "Nachtleerung" in den Leerungsanzeiger eingesteckt.
Insgesamt wurden von dem Prototyp nur 10 Stück hergestellt, wovon 8 seit Juli 1965 in den folgenden Postämtern getestet wurden: PA Rostock-Warnemünde, HPA Bitterfeld, HPA Eisenach, PA Dresden 24, PA Altenburg (zwei Stück), HPA Berlin-Pankow und PA Berlin 3.
Nach der Erprobungsphase fand im IPF ein "Abschlußkolloquium Kunststoffbriefkasten" statt. Die gemachten Erfahrungen und Stellungsnahmen der Postämter führten zu den folgenden neuen Gestaltungsideen: Verkleinerung der Einwurfklappe (von 375 auf 260 mm), Vergrößerung der Tiefe des Briefkastens (von 250 auf 300 mm), zwei Arten von Leerungsklappen (Unterseite und seitlich), mögliche Überarbeitung des Leerungsanzeigers (starre Übersicht statt verstellbarer nächster Leerung)
(Die Deutsche Post, Heft 2/1967, Seite 5-1-53, Werner Lange/ IPF Berlin, Straßenbriefkästen aus Plaste, 3 Abbildungen)
Zitiervorschlag
Briefkasten, Prototyp aus Kunststoff, Deutsche Post der DDR, 1965; Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Inventarnummer: 3.2000.3426,
URL: https://onlinesammlung.museumsstiftung.de/detail/collection/064e09ed-b72d-4159-abb0-0a2b1a76154b (zuletzt aktualisiert: 17.5.2026)