Briefkasten, Württembergischer Landbriefkasten 2. Größe mit Schlüssel aus der Postagentur Heuchlingen
Verwendung
1880 - 1970
Hersteller
unbekannt
Verwender
Königlich Württembergische Post
Verwender
Deutsche Reichspost (1918 - 1945)
Verwender
Deutsche Bundespost (1949 - 1994)
Verwendungsort
Heuchlingen, Baden-Württemberg, Deutschland
Material
Metall/Eisen
Farbe
gelb
Objektmaß (b x h x t)
315 x 380 x 200 mm
Gewicht
13,68 kg
Systematik
Brief- und Kleingutverkehr/Briefkästen und Briefeinwurfklappen (Hausbriefkästen und andere Zustelleinrichtungen siehe dort)
gegossen/erhaben
"BRIEFKASTEN" (schwarz lackiert) (Vorderseite oben)
Schild
"Sonntags- Briefkastenleerung // 9.15 Uhr bei Kaufhaus Metzger" (mit transparentem Klebestreifen befestigt) (Vorderseite mittig)
Objektart
Original
Inventar-Nr.
3.2020.401
Schlagworte
Briefkasten, Württemberg, Baden-Württemberg, Königlich Württembergische Post, Postagentur
Dieser württembergische Landbriefkasten wurde von ca. 1880 bis ca. 1970 durchgehend bei der Postagentur in Heuchlingen (Oberpostdirektion Stuttgart) genutzt, danach wurde an seiner Stelle ein moderner Briefkasten der Bundespost aufgehängt. Die Postagentur Heuchlingen wurde in den 1980er Jahren geschlossen, der alte Landbriefkasten verblieb auf dem Dachboden der ehemaligen Postagentur. Erster Betreiber der Postagentur Heuchlingen war Johannes Stütz (1856-1939), seine Enkeltochter Maria Bopp, geb. Stütz (1911-2003) war die letzte Betreiberin der Postagentur.
"In ihren Dienstleistungen traditioneller Art gab es bei der Reichs-Post- und Telegrafenverwaltung (RPTV) nach 1918 keine außergewöhnlichen Veränderungen, so daß die Postbeförderung nach dem Ende des Ersten Weltkriegs als der gleichermaßen überlieferte wie 'rückständigste' Sektor des Postbetriebs angesehen worden ist. Dies gilt vornehmlich für die noch immer von Postbeamten manuell geleerten Briefkästen. Hier kam es aber zu einer optischen Neuerung, als ab 1929/30 anstelle der bisher benutzen '30 bis 40 verschiedenen Briefkastenmodelle' eine Vereinheitlichung geschaffen wurde. Damit verschwanden dann auch schrittweise die bayerischen und württembergischen Briefkästen, die der wirtschaftlichen Verhältnisse wegen über die 'Verreichlichung' hinaus beibehalten worden waren. (...) Im Bereich der Deutschen Reichspost gab es gegen Ende der Weimarer Republik etwa 144.300 Briefkästen. Nicht enthalten in dieser Zahl sind die Einwurfmöglichkeiten in den Postämtern."
(Archiv für deutsche Postgeschichte 1/1990, S. 77)
"In ihren Dienstleistungen traditioneller Art gab es bei der Reichs-Post- und Telegrafenverwaltung (RPTV) nach 1918 keine außergewöhnlichen Veränderungen, so daß die Postbeförderung nach dem Ende des Ersten Weltkriegs als der gleichermaßen überlieferte wie 'rückständigste' Sektor des Postbetriebs angesehen worden ist. Dies gilt vornehmlich für die noch immer von Postbeamten manuell geleerten Briefkästen. Hier kam es aber zu einer optischen Neuerung, als ab 1929/30 anstelle der bisher benutzen '30 bis 40 verschiedenen Briefkastenmodelle' eine Vereinheitlichung geschaffen wurde. Damit verschwanden dann auch schrittweise die bayerischen und württembergischen Briefkästen, die der wirtschaftlichen Verhältnisse wegen über die 'Verreichlichung' hinaus beibehalten worden waren. (...) Im Bereich der Deutschen Reichspost gab es gegen Ende der Weimarer Republik etwa 144.300 Briefkästen. Nicht enthalten in dieser Zahl sind die Einwurfmöglichkeiten in den Postämtern."
(Archiv für deutsche Postgeschichte 1/1990, S. 77)
Zitiervorschlag
Briefkasten, Württembergischer Landbriefkasten 2. Größe mit Schlüssel aus der Postagentur Heuchlingen, ; Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Inventarnummer: 3.2020.401,
URL: https://onlinesammlung.museumsstiftung.de/detail/collection/0582c9c4-862c-467e-8593-c4065490aeef (zuletzt aktualisiert: 12.7.2026)