Objektname;ObjektDetails;Datierungen;Personen/Organisationen;Material Technik;Maße;Systematik;Objektart;Inventar-Nr.;Schlagworte;Beschreibung;Adressat;Absender;geographische Referenz;Laufweg;Markenart;Markenart;Markentyp;Philatelistischer Zustand;Frankatur;Zähnung;Lumineszenz;Plattenfehler;Abart;Einheit;Wasserzeichen;Spezialpost / Versandform;Gesamtfrankatur;Attest / Prüfzeichen;Fälschung;Michelkatalog;Entwertung;Vermerke;Inhalt;Bildmotiv;Inschriften;Transkriptionen Ansichtspostkarte. Postillon der Königlich sächsischen Post in Dienstkleidung auf einem Extrapostgespann vor einem Reisewagen, ungelaufen;Ansichtskarte Nr. 7 aus der Serie 12 farbig Bilder aus den Tagen der Kurfürstlich und der Königlich Sächsischen Post 1770-1865;Herstellungszeitraum 1914 | Bezug Darstellung 1836;Herausgeber Karl Thieme | Maler Gustav Otto Müller (1827 - 1922) | Hersteller Lehmannsche Buchduckerei;Material Karton | Farbe mehrfarbig | Technik Lithographie;Blattmaß (b x h) 140 x 90 mm;Archivalien/Archiv MK Berlin/Bildpostkarten, Ansichtspostkarten, Gruß- und Glückwunschkarten;Original;3.2016.1832.7;Ansichtspostkarte | Königlich sächsische Post | Sachsen | Dienstkleidung | Postillon | Postkutsche | Extrapost | Personenpost;abgedruckter Text auf beiligenden Textblatt:Die Extrapost, 1836Die vornehmste und bequemste Reisegelegenheit, bevor die Lokomotive ihren Siegeszug anfing, war die Extrapost. Man bestellte sich dazu bei der Posthalterei eine Postchaise und die nötigen Postpferde, oder aber man benutzte seinen eigenen Reisewagen, was noch bequemer war. Im eigenen Kutschwagen trat Goethe seine italienische Reise an. Bei der Extrapostbeförderung war der Passagier ganz unabhängig von dem sonstigen Postgang, konnte nicht von unsympatischen Mitreisenden molestiert werden und genoß die möglichste Bewegungsfreiheit. Freilich war eine längere Extrapostreise ein ziemlich kostspieliges Vergnügen. So kostete im Jahr 1836 eine 3spännige Extrapost auf die 12 3/4 Meilen von Dresden bis Leipzig nahe an zwanzig Reichstaler.Die vornehme alte Dame, welche in dem soliden Reisewagen unseres Bildes sichtbar ist, braucht jedenfalls diese Ausgabe nicht zu scheuen. Sie hat einen reisegewandten Bedienten bei sich und im Wagen selbst wird auf den Vordersitz wohl die Kammerjungfer ihr Plätzchen haben. Der Postillion fährt vom Sattel und bemüht sich der vornehmen Reiseherrin, deren Noblesse bei der Trinkgeldfrage er zweifellos zu schätzen weiß, seine besten Posthornstücke vorzublasen. Dem Wappen nach könnte die Dame vielleicht die Frau Minister von Fritsch in Weimar sein, welche mit dem Stammgut in Seehausen und mit dem Hof in der sächsischen Residenz vielfach persönliche Beziehungen unterhielt. Sie blieb sogar, als die Lokomotive die lebhafte Poststraße von Leipzig nach Dresden aufgerollt hatte, der Extrapost treu, und die alten Postillionsveteranen sollen ihr ein gar dankbares Gedenken bewahrt haben.;;;Geografischer Bezug Sachsen, Deutschland;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;Beschriftung: Original-Eigentum Geh. Postrat Karl Thiem, Grossgraupa-Dresden, Lehmannsche Buchdruckrei Dresden-N., Obergraben (Rückseite);33